Gerade im Hochgebirge kann richtiges Verhalten am Berg maßgebend darüber entscheiden, ob die ersehnte Berg- oder Klettertour zu einem traumhaft schönen Erlebnis wird oder zu einem Alptraum. Oftmals sieht man den Bergen aus der Entfernung gar nicht an, welche Tücken und Gefahren bei einer Besteigung lauern. Wer da schlecht vorbereitet, mit unpassender Kleidung und Ausrüstung oder einem allgemein schlechten Gesundheitszustand in die Berge geht, handelt äußerst leichtsinnig und begibt sich und vielleicht auch noch andere in ernste Gefahr.

Richtiges Verhalten beginnt bereits bei der Planung

Bevor man eine Berg- oder Klettertour in Erwägung zieht, sollte man sich erst einmal fragen, ob man den physischen und psychischen Anforderungen gewachsen ist. Bergwandern und Klettern ist kein Sport für jedermann, sondern erfordert neben einem allgemein guten Gesundheitszustand vor allem eine gehörige Portion an Durchhaltevermögen, Kondition und Schwindelfreiheit. Darüber hinaus ist die vor allem in größeren Höhen immer dünner werdende Luft nicht außer Acht zu lassen, da es mitunter zu Atemnot und Herz-Kreislauf-Problemen kommen kann. Wer sich sicher ist, den Herausforderungen der Berge gewappnet zu sein, kann jetzt mit der eigentlichen Planung der Tour beginnen. Dafür benötigt man aktuelles Kartenmaterial und nach Möglichkeit eine detaillierte Beschreibung der Route. Diese Informationen lassen sich oft im Internet recherchieren. Aber auch Wandervereine und Fremdenverkehrsämter halten wichtige Informationen und nützliche Tipps zum Thema „Richtiges Verhalten am Berg“ bereit.

Die richtige Ausrüstung am Berg

Hat man sich für ein bestimmtes Ziel oder eine Route entschieden, kann die Zusammenstellung der Ausrüstung erfolgen. In den Bergen ist immer mit steinigen und beschwerlichen Wegen zu rechnen, daher sind feste und geschlossene Schuhe obligatorisch. Außerdem ist wetterfeste Kleidung erforderlich, da das Wetter sehr schnell umschlagen kann. Nicht selten entpuppt sich aus einem herrlichen Tag mit viel Sonnenschein ein schweres Unwetter mit Blitz, Donner und Hagel. Zur Ausrüstung einer Bergtour gehören außerdem:

  • eine Bergsteigerausrüstung,
  • ausreichend Verpflegung sowie Getränke,
  • ein Regenumhang,
  • aktuelles Kartenmaterial, Beschreibung der Route, nach Möglichkeit mit Zeitplan (Auflistung der einzelnen Etappen),
  • eine Taschenlampe,
  • Verbandszeug sowie
  • ein Handy für den Notfall mit den Rufnummern des Rettungsdienstes oder der Bergwacht.

Sind Übernachtungen, etwa in einer Berghütte, vorgesehen oder erforderlich, dürfen ein Freizeitanzug und ein Schlafsack nicht fehlen. Für den Transport sämtlicher Ausrüstungsgegenstände kommt nur ein Rucksack infrage.

Richtiges Verhalten bei einem Notfall

Trotz aller Planung und Vorsicht sind Notfälle in den Bergen nie auszuschließen. Ein plötzlicher Wetterwechsel, Steinschlag oder gesundheitliche Probleme machen nicht selten den Ruf der Bergwacht erforderlich. In jedem Fall heißt es, Ruhe zu bewahren und mit der Erstversorgung des Verletzten zu beginnen. Bei der Bestimmung des Standortes können GPS-Geräte sehr hilfreich sein, da eine Bergung oftmals nur per Hubschrauber möglich ist.

Durch richtiges Verhalten am Berg kann jede Berg- oder Klettertour zu einem wahren Erlebnis werden.

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