Die Trendsportart Kiten oder Kitesurfen erfreut sich wachsender Beliebtheit. Sich aus dem Wasser mittels eines Lenkdrachens zu erheben und förmlich zu fliegen, begeistert seit geraumer Zeit auch deutsche Surf-Fans. Der Sport bietet im Vergleich zu anderen Surfvarianten eine ungleich höhere Anzahl an Techniken bzw. Sprüngen, was der hohen Manövrierfähigkeiten durch den Kite (Lenkdrachen) geschuldet ist.

Was man zum Kiten braucht

Vorab sei angemerkt, dass Größe und Bauart der Ausrüstung immer an die jeweilige Person angepasst werden sollten. Die drei wichtigsten Bestandteile sind das Board, die Bar und der Kite – also das Brett, auf dem der Surfer steht, die Stange, an der Schnüre und Leinen befestigt sind und der Lenkdrachen, der für den Antrieb sorgt. Es gibt drei unterschiedliche Arten von Boards, Directional-Boards, Twintips und Mutant-Boards. Die Directionals kommen aus dem bekannten Wellensurfbereich und sind für die Fahrt in nur eine Richtung konzipiert, die Twintips hingegen kommen bei Richtungsänderung ohne Fußwechsel aus. Die Mutant-Boards sind eine Mischung aus beidem. Des Weiteren gibt es drei unterschiedliche Barsysteme: 2-Leiner, 4-Leiner und 5-Leiner. Die Unterschiede liegen hier in Manövrierfähigkeit und Stabilität.

Kiten mit vielen verschiedenen Windschirmen

Der interessanteste Teil der Ausrüstung ist natürlich der Kite. Auch hier gibt es unterschiedliche Ausführungen. Die Oberkategorien sind Softkites und Tubekites; Softkites werden auch Ram-Air-Kites genannt und sind nicht zwangsläufig zum Surfen auf dem Wasser, sondern eher für Snow- oder Allterrainboarding gedacht. Wie der Name schon sagt, sind Tubekites von Tubes (Schläuchen) durchzogen. Es gibt eine Fronttube und Struts, also einen Frontschlauch mit Querschläuchen. Vor dem Start werden die Schläuche aufgepumpt, geben so dem Kite Stabilität und verhindern das Absinken im Wasser. Es gibt verschiedene Arten von Tubekites:

  • C-Kites
  • Bow-Kites
  • Hybrid-Kites
  • Delta-Kites.

Die C-Kites erhielten ihren Namen der Form wegen, da sie wie ein großes C aussehen. Sie sind für Anfänger nicht empfehlenswert, da das „Depowern“ hier im Vergleich zu anderen Kites schwerfällt. Depower bedeutet so viel wie „den Wind aus den Segeln nehmen“. Die Bow-Kites, Hybrid-Kites und Delta-Kites ermöglichen ein nahezu vollständiges Depowern und sind daher für Neulinge besser geeignet.

Trendsportart Kiten nicht nur im Wasser

Wie schon kurz erwähnt ist die Trendsportart Kiten nicht nur eine Wassersportart, sondern durchaus auch in anderer Umgebung möglich, outdoor eben. Schneebedeckte Pisten oder auch sandige Dünen können dem Sport als Kulisse dienen. Die Ausrüstung muss natürlich an die jeweilige Umgebung angepasst werden, auf Schneeflächen wäre ein Snowboard oder auch Ski möglich. Wer Sport mit Abenteuer verbinden will und das Wasser nicht scheut, ist bei der Trendsportart Kiten sicherlich gut aufgehoben.

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